DAS WILDE LESEN
Jan. 16
Jetzt ist aber Schluss mit dem Gammeln: Runter von der Couch und ab zu unseren Januar-Events!
🟡21. Januar, 18 Uhr: »Judith Schalansky, oder: Das Buch als Gedächtnis der Welt« mit Judith Schalansky, Mandana Covindassamy, Agathe Mareuge, Bénédicte Terrisse und Richard Stoiber. In Kooperation mit der @stabiberlin im Dietrich-Bonhoeffer-Saal der Staatsbibliothek Berlin.
Im Januar 2024 fand in Paris eine internationale Konferenz zum Werk der mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Schriftstellerin und Buchgestalterin Judith Schalansky statt. Die Bedeutung des Buchs als materiales Objekt für ihr kreatives Schaffen zu erkunden, war Ziel dieser von Mandana Covindassamy, Agathe Mareuge und Bénédicte Terrisse organisierten Veranstaltung. Der vorzustellende Tagungsband – Ende 2025 bei MÄRZ erschienen und von Judith Schalansky selbst gestaltet – denkt Inhalt und Form daher auch zusammen. In der Form eines Readers versammelt er nicht nur die wissenschaftlichen Konferenzbeiträge von 13 Forschenden, sondern zudem Proben jenes Materials, das diese überhaupt erst ermöglichte: Notiertes und Kopiertes, Gesehenes und Gelesenes, Obskures und Erhellendes.
Um Anmeldung wird gebeten.
🔴30. Januar, 19 Uhr: Buchvorstellung von Howard Zinns »Eine Geschichte des amerikanischen Volkes« mit mit Bafta Sarbo, Loren Balhorn und Norbert Finzsch. In Kooperation mit @jacobinmag_de in der Eva-Mamlok-Bibliothek Berlin.
Mit diesem Buch prägte Zinn den Begriff der „Geschichte von unten“. Seit der ersten Auflage vor über 40 Jahren ist Zinns unkonventionelle Darstellung der amerikanischen Geschichte von Kolumbus bis zur Ära Clinton weltweit knapp vier Millionen Mal verkauft worden. Rasch entwickelte es sich vom Geheimtipp unter Studierenden zu einem Standardwerk an amerikanischen Schulen und Universitäten. In der einen Hälfte der USA steht das Buch heute auf dem Lehrplan, in der anderen Hälfte ist es aus den Bibliotheken verbannt. Wer sich mit der jahrhundertelangen Geschichte der systematischen Ausbeutung und Unterwerfung auseinandersetzen möchte, kommt an diesem Buch nicht vorbei.
Aus dem amerikanischen Englisch von Sonja Bonin und mit einem Vorwort von Norbert Finzsch.
Jan. 14
Zehn Jahre nach seinem Tod erscheint mit ›Vaterland‹ Dieter Bongartz’ Roman über das 20. Jahrhundert
Nach einer Krebsdiagnose begibt sich der Erzähler auf eine Reise durch Zeit und Raum. Weit über das eigene Erinnern hinaus spürt er seiner Familiengeschichte nach bis in die feuchten, verwinkelten Gassen Quedlinburgs zur Zeit der Weimarer Republik, wo die Mutter unwissend einer glücklichen Zukunft entgegen hofft, und in die weiten Landschaften des Niederrheins, in denen der Vater früh angesteckt vom Nazivirus den Krieg spielt, der ihn später zum Krüppel machen wird.
Bongartz’ Roman verwebt persönliche Schicksale mit der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts und zeigt die Auswirkungen von Gewalt und Totalitarismus auf eine Familie über mehrere Generationen hinweg.
In einem poetischen Sog erleben wir eine große Erzählung von Träumen und Hoffnungen, von Verlust, Scham und Verdrängung. Im Spiel mit Dialekten, Binsen und Schüttelreimen schafft Bongartz ein sprachliches Monument, in dem Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zugleich aufgehoben sind.
Jan. 12
„Für eine afrikanische Revolution“ von Franz Fanon @steigenbergerfrankfurterhof 🤪🔥
Freuen uns schon auf die nächste Party @buchmesse im Raucherraum 🚬🍸 Am End…
Jan. 8
IMMER RADIKAL, NIEMALS KONSEQUENT
Jan. 5
Wissenschaft bei MÄRZ ⭐️
Mit MÄRZ Wissenschaft öffnen wir den Raum für Forschung, die Haltung zeigt und neue Perspektiven sichtbar macht. Wissenschaft bei MÄRZ heißt: kompromisslose Auswahl, sorgfältige editorische Arbeit und ein konsequent offener Zugang.
Wir veröffentlichen herausragende Arbeiten aus den Geistes- und Kulturwissenschaften – streng lektoriert, transparent begutachtet und dauerhaft frei zugänglich. Unser Fokus liegt auf Projekten, die aktuelle Debatten theoretisch zuspitzen, vermeintlich Bekanntes neu lesen oder bislang marginalisierte Gegenstände, Stimmen und Archive ins Zentrum rücken.
Besonders willkommen sind Arbeiten zu Körper und Begehren, Counter Culture, individueller und gesellschaftlicher Erfahrung, revolutionärer Geschichte sowie Theorien des Widerstands, ebenso wie frische Zugänge aus Germanistik, Komparatistik, Gender-, Medien- und Queer Studies, Kultur- und Literaturwissenschaften, Philosophie und Soziologie.
Open Access mit Haltung:
MÄRZ macht gute Forschung sichtbar: Texte, die Grenzen verschieben.
Dez. 23
@thorstennagelschmidt und wir deinfluencen Weihnachten 🤪
Der März Verlag wünscht trotzdem schöne Tage und hoffen, ihr kommt ordentlich zum Lesen! HOHOHO 🙃
#niewiederweihnachten #nurfürmitglieder
Dez. 20
»Seemannslied« von Ken Kesey wurde aufs Schönste bei @mdr_mitteldeutscherrundfunk Kultur von Matthias Schmidt besprochen! Das späte Werk von dem legendären Autor von »Einer flog über das Kuckucksnest«, 1992 erstmals in den USA erschienen, ist nun endlich bei uns auf Deutsch erhältlich. Grandios aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Milena Adam, mit einem Vorwort von Volker Weidermann. Get it while it’s hot!
#märzverlag #kenkesey #einerflogüberdaskuckucksnest #neuerscheinung #seemannslied
Dez. 17
Mit ihrem neuen Roman ›Wachskind‹ liefert Olga Ravn eine ungeahnte literarische Perspektive auf die Zeit der europäischen Hexenverbrennungen.
Christence Kruckow, eine unverheiratete Adlige, wird im Dänemark des 17. Jahrhunderts der Hexerei beschuldigt. Ihr und mehreren anderen Frauen wird nachgesagt, sie seien vom Teufel besessen. Dieser sei in Gestalt eines großen kopflosen Mannes zu ihnen gekommen und habe ihnen dunkle Kräfte verliehen: Sie könnten Menschen ihr Glück rauben, unchristliche Taten begehen und Pest oder Tod verursachen. Dadurch droht ihnen allen der Scheiterhaufen.
Olga Ravn erzählt in ›Wachskind‹ eine beunruhigende Horrorgeschichte über Brutalität und Macht, Natur und Hexerei, die in den fragilen Gemeinschaften des vormodernen Europas spielt. Dabei greift sie neben üppiger Erzählkunst und reicher Fantasie auch auf Originalquellen wie Briefe, Zaubersprüche, Handbücher und Gerichtsdokumente zurück.
Aus dem Dänischen von Alexander Sitzmann.
#feministischeliteratur #hexenbuch
#witchesofinstagram #neuerscheinung #booksreview #olgaravn
Dez. 13
Mit einem Wort für jeden Tag!
Der PERSÖNLICHE ÜBERSICHTSKALENDER des MÄRZ Verlags, erstmals 1983 erschienen, ist nun nach fast 40 Jahren wieder erhältlich. Gewinne den Überblick und hol dir deinen PERSÖNLICHEN ÜBERSICHTSKALENDER 2026 ♥️💛
Dez. 11
OUT NOW: »Insel« von Siri Ranva Hjelm Jacobsen 🏝️🔥
Verwurzelt in der wilden Schönheit der Färöer entfaltet Siri Ranva Hjelm Jacobsens Roman Insel ein vielschichtiges Porträt von Exil, Heimkehr und der Suche nach Zugehörigkeit.
Eine junge Dänin reist auf die Inseln, um die Geschichte ihrer Familie über drei Generationen hinweg nachzuspüren – und stößt dabei auf Fragen nach Herkunft, Identität und dem Ort, den man Heimat nennt.
In poetischer, bildreicher Sprache verwebt der Roman die Gegenwart der Protagonistin mit den Erfahrungen ihrer Vorfahren und führt in die raue, windumtoste Landschaft, die ihr fremd und vertraut zugleich ist.
Aus dem Dänischen von Franziska Hüther.
»›Insel‹ spricht von Orten, als wären sie Menschen, von Fjorden, als wären sie die Untiefen unserer Seele.«
Grazia
Dez. 8
Jetzt exklusiv im @deutschlandfunkkultur: Wir lüften das Erfolgsgeheimnis des MÄRZ-Verlags und verraten, wofür wir unsere Preisgelder verprassen. Also wenn auch ihr bald mit Verlagspreisen überschüttet werden wollt, dann hört euch jetzt das ganze Interview in der Mediathek an, Link ist in unserer Bio!
Dez. 5