Thea Mantwill hat uns im Verlag besucht! Bei Kaffee ☕, Kuchen 🍰 und Kippen 🚬 wurden anstehende Pyjama-Lesungen besprochen, etwa am 21. (Walthers Buchladen) und 27. Mai (@lcb.berlin) in Berlin, am 8. Juni im Kölner Literaturhaus / @literaturhauskoeln, am 12. Juni im Düsseldorfer Art Hotel Ufer und am 27. Juni in Aachen bei Anarchien.
Mai 12
Jeder fragt nach seiner Identität. Schwul? Muslim? Franzose? Marokkaner? Anstatt sich für eine Seite zu entscheiden, schreibt er ein Buch. Ein Buch über den Wald und die Stadt, Paris und Tanger, Scham und Vergebung, Dating-Apps und spirituelle Entdeckungen. Ein Buch über das Aufwachsen als Kind der Diaspora im ländlichen Frankreich, mit Wünschen, die sich nicht für immer unterdrücken lassen.
Da ist sein strenger marokkanischer Vater, der von ihm verlangt, sich wie ein Junge zu verhalten. Also färbt er sich die Haare, um ihn zu provozieren. Der Streit eskaliert und er hat endlich einen Grund, von daheim zu verschwinden. Auf den Dating-Apps suchen Männer nach »frischem arabischen Fleisch«, was ihn anwidert. Und dennoch verschwindet er begierig in ihrer Lust. Als der Vater seines Vaters stirbt, muss er sich seiner Familie erneut stellen.
In dichter, bildhafter Prosa liefert uns Marouane Bakhti mit ›Wie man aus der Welt verschwindet‹ eine wunderschöne Nicht-Antwort auf die Frage nach seiner Identität.
Aus dem Französischen von Arabel Summent
Apr. 27
Wie fühlt sich Lukas Hoffmanns Debütroman »Wassermann« an? Das haben wir den Autor gefragt und eine sehr persönliche Antwort bekommen, die wir gerne mit euch teilen möchten:
Die Fotos, die ihr hier seht, hat er selbst während seines Aufenthalts in Barcelona gemacht. Diese Erfahrung ist der autobiografische Anfangspunkt seines Romans, von welchem er seine Geschichte immer weiter fiktionalisiert hat. Entstanden ist ein Roman über Flucht und Stillstand, über das Ende der Stärke und die Möglichkeit von Heilung.
Lukas Hoffmann erzählt von einem Mann, der lernt, dass Care kein Gegensatz zu Kampf ist, sondern seine Fortsetzung – und dass Fürsorge vielleicht die radikalste Form von Widerstand ist.
Sommer, Sonne und Revolution – der perfekte beach read für alle, die Coming of Age mit Tiefgang wollen😉🌊
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Apr. 24
Die Arbeit in einem Buchverlag ist vielseitig – je nach Größe des Verlags wird sie in unterschiedlichen Abteilungen erledigt oder von einzelnen Menschen in Personalunion. Immer ist das Ziel, gemeinsam mit den Autor*innen dafür zu sorgen, dass die Bücher zu den Leser*innen kommen. Doch was genau macht ein Verlag alles? Die Kurt Wolff Stiftung hat ein Plakat erstellt, das diese Frage detailliert aufschlüsselt und dessen Inhalte wir Euch hier im Überblick vorstellen.
Verlagsarbeit ist zuallererst Kommunikation – denn Verlage sind die Institutionen, die Autor*innen und deren Werke über den Handel zu den Leser*innen bringen. Wie das vonstattengeht, ist von außen nicht immer sichtbar. Dieser Post zeigt, was bei der Entstehung und Herstellung eines Buches und bei der Zusammenarbeit mit Künstler*innen im Verlag so geschieht.
Die Verlagslandschaft im deutschsprachigen Raum ist sehr breit gefächert und reicht von Einpersonenverlagen, die mit Selbstständigen oder Dienstleistern zusammenarbeiten, bis hin zu Konzernverlagen, bei denen die hier ersichtlichen Arbeitsschritte in verschiedene Abteilungen untergliedert sind. Dieser Überblick gilt in Variationen für zahlreiche literarische und Sachbuchverlage. Insbesondere spezialisierte Verlage (wie Kunst-, Karten- oder Wissenschaftsverlage) können abweichende Strukturen haben. Jeder Verlag hat ein spezifisches Profil und Programm – die konkrete Ausrichtung ist jedoch stets von den Menschen geprägt, die in dem Verlag arbeiten.
»Was macht ein Verlag?« ist eine Initiative der Kurt Wolff Stiftung. Das ist die digitale Adaption eines gedruckten A2-Plakats, das gerne kostenfrei bestellt werden kann. Mehr zur Arbeit der KWS und das Plakat zum Download unter: https://loom.ly/oRS6gqM
Mehr zur Arbeit der unabhängigen Verlage erfährt man im umfangreichen Katalog »Es geht um das Buch«, der jährlich im Oktober erscheint. Siehe: Siehe: https://loom.ly/KRyqdns
Illustrationen: @goldencosmos
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Apr. 23
Rückblick zur Lesung in der Villa Ichon in Bremen am 19. April aus »Magus« von John Fowles mit Kunsthistorikerin Barbara Alms; der Pianistin und Lyrikerin Insa Oertel; dem Übersetzer und Vorsitzenden der John-Fowles-Gesellschaft Michael Lehmann als Nicholas Urfe, Cornelius Kopf-Finke als Maurice Conchis.
#märzverlag #magus
Apr. 21
Was bleibt, wenn das eigene Kind stirbt – und mit ihm alles, was einmal selbstverständlich war?
›Ein Kind ist ein ganzes Leben‹ von Pina Kühr.
Der Roman nähert sich mit großer sprachlicher Klarheit einer Erfahrung, für die es kaum Worte gibt: dem Verlust eines Kindes. Im Zentrum steht Mathilda, deren Leben nach dem Tod ihres Sohnes aus der Balance gerät. Zwischen Funktionieren und Sprachlosigkeit, zwischen Bühne und Rückzug beginnt ein langsamer Prozess der Annäherung – an die eigene Trauer und an sich selbst.
Ein leiser, eindringlicher Text über Verlust, Erinnerung und die Möglichkeit eines Weiterlebens.
Apr. 20
Ein weiterer Schauplatz in Hendrik Otrembas neuem Roman »Der Gräber«: Die St. Michaelkirche in Berlin. Als Sinnbild der Zerstörung ist sie Inspiration für die Welt im Post-Anthropozän, durch welche uns Oswalth Kerzenrauch führt.
Hendrik Otrembas »Der Gräber« – Out Now als Buch und eingelesen vom Autor als Hörbuch!
#märzverlag #hendrikotremba #dergräber #berlin
Apr. 16
Andreas Biss und Rudolf Kastner gelang mit dem Komitee für Hilfe und Rettung im Jahr 1944 das Unvorstellbare: Indem sie sich als Stellvertreter der »Jüdischen Weltmacht« ausgaben, die es selbstredend nur in den fanatisch-paranoiden Köpfen der Nazis gab, traten sie mit Eichmann und Himmler in Verhandlung über die Rettung von ungarischen Juden. Im Tausch gegen Lastwagen, Devisen und Rohkaffee wurden so insgesamt 1.686 Menschen in den später so genannten »Kastner-Zügen« aus Budapest über das KZ Bergen-Belsen in die freie Schweiz gebracht.
Ständig die eigene Deportation vor Augen, nutzten Biss und Kastner die widerstreitenden Interessen der Nazis, deren Angst vor der vorhersehbaren Niederlage, vor einer möglichen kommenden Vergeltung – und ihre Gier nach Geld und Macht. Schließlich konnten sie sogar erreichen, dass in den letzten Monaten vor der Befreiung keine ungarischen Juden mehr im KZ Bergen-Belsen ermordet wurden. Das für Himmler wertvolle »Tauschmaterial Juden« sollte nicht mehr »im Gas vergeudet« werden. Nach dem Ende des Nazi-Regimes wurde Biss und insbesondere Kastner vorgeworfen, als Juden mit den Henkern verhandelt zu haben. Rudolf Kastner wurde 1958 in Israel auf offener Straße erschossen.
Apr. 14
Diese beiden Titel aus unserem Frühjahrsprogramm könnt ihr jetzt auch als Hörbuch hören – Hendrik und Thea haben ihre Bücher beide selbst für euch eingelesen. Ab jetzt überall wo es Hörbücher gibt! 🎧
#märzverlag #korbinianverlag #hendrikotremba #theamantwill
Apr. 10
Gibt es zu wenige zeitgemäße männliche Vorbilder in der Literatur? Lukas Hoffmann erzählt, wie aus dieser Frage sein Roman »Wassermann« entstanden ist – als Gegenentwurf zu überholten, oft toxischen Männerbildern. Eine einfühlsame Geschichte über die Suche nach Identität und ein neues Verständnis von Männlichkeit, geprägt von Brüchigkeit, Aktivismus und Fürsorge.
#märzverlag #lukashoffmann #wassermann #comingofage
Apr. 9
Viele tolle Stimmen und Leseeindrücke zu Lukas Hoffmanns Debütroman »Wassermann«, der gerade bei uns erschienen ist!
Am 11. April gibt es noch einmal die Chance, Autor und Buch live zu erleben: @lukas.hoffma liest um 20:45 Uhr auf dem @seitenspruenge_festival in Hamburg!
#märzverlag #wassermann #lukashoffmann
Apr. 1
Illusion, Macht, Geheimnis: Mit »Magus« erscheint John Fowles’ bahnbrechender Roman mit stolzen 837 Seiten zum 100. Geburtstag des Autors endlich in moderner Neuübersetzung – aus dem Englischen von Michael Lehmann.
Ein literarisches Vexierspiel voller Rätsel, Verführung und psychologischer Abgründe, in dem die Grenzen zwischen Fantasie und Realität, Vergangenheit und Gegenwart immer weiter verschwimmen.
März 31