Passagen

Aus dem Englischen von Elisabeth Fetscher und mit einem Vorwort von Claire-Louise Bennett
ca. 132 Seiten, gebunden

Mit der Intensität ihrer Prosa und ihrem Erfindungsreichtum hat Quin ganze Generationen von Schriftstellerinnen beeinflusst.

14,9920,00

Beschreibung

Eine Frau ist auf der Suche nach ihrem verschollenen Bruder, der vielleicht gefoltert, eingesperrt oder gar getötet wurde. Sie ist in Begleitung ihres Liebhabers, der zugleich ihr männliches Spiegelbild ist. Stets auf der Suche nach sich selbst, immer in Bewegung, führen sie ihre ganz verschiedenen und doch ineinander verflochtenen Existenzen, stürzen sich auf nutzlose Hoffnungen, zögern aufzugeben, fürchten sich vor dem Ende.
Ann Quins erfindungsreiche Verwendung von Wörtern besitzt eine fast musikalische Qualität, die in Verbindung mit der außergewöhnlichen Intensität ihres Erzählstils einen Roman hervorgebracht hat, der so bestechend wie schön ist. Zwischen erzählenden Teilen und Tagebuch wechselnd ist Quins dritter Roman zugleich erotisch und doch furchteinflößend, ja gilt gar als ihr betörendstes, poetischstes und geheimnisvollstes Werk. Ihre literarische Freiheit bahnte einen Weg, dem Autor:innen wie Eimear McBride, Chris Kraus und Anna Burns noch heute folgen.

Pressestimmen

»Ein verführerischer Mix aus Samuel Beckett, Pauline Réage und absolutem Wahnsinn.«
Stewart Home

»Ann Quin bearbeitet die kleinsten Bereiche des Lebens mit den feinsten Werkzeugen … Jede Seite, jedes Wort zeugt von ihrer Sorgfalt und Kunstfertigkeit.«
New York Times

Urheber:innen

Ann Quin, geboren 1936 in Brighton, wuchs in einer Arbeiterfamilie auf. Als Zwanzigjährige begann sie in Buchverlagen zu arbeiten. 1964 zog sie nach Soho, wo sie sich ganz dem Schreiben widmete. Mit ihren vier zu Lebzeiten veröffentlichten Romanen wurde sie zu einer der wichtigsten Stimmen der britischen Avantgarde-Literatur. 1973 schwamm sie von Brighton hinaus aufs offene Meer und starb.

Elisabeth Fetscher, geboren 1929, studierte Romanistik und Geschichte in Marburg und Frankfurt a. M, wo sie 1950/1951 erste Texte Adornos und Horkheimers übersetzte. Daneben verfasste sie zahlreiche Beiträge für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Claire-Louise Bennett, studierte Literatur- und Theaterwissenschaften an der University of Roehampton und lebt heute an der irischen Westküste. Ihr Erzähldebüt »Teich« wurde 2016 mehrfach als »Buch des Jahres« ausgezeichnet und für den Dylan Thomas Prize nominiert.

Zusätzliche Information

Gewicht 190 g
Größe 18,4 × 11,5 × 2 cm
Marke

MÄRZ Verlag

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