Kochen mit Ketchup

Die Spur des Ketchups in Kunst, Kino, Kirche, Kultur und Küche
Broschur mit rotem Farbschnitt, ca. 160 Seiten

Eine engagierte Streitschrift wider den Snobismus

Erscheint am 12. Oktober 2026.
ISBN: 978-3-7550-0078-5

18,00

Beschreibung

Ketchup polarisiert. Den Angehörigen eines ökologisch bewussten Juste Milieus gilt er als gesundheitsschädlicher Saft des Leibhaftigen. Auf Distinktion bedachte Feingeister sehen darin ein Symbol eines plebejischen schlechten Geschmacks und des allgemeinen Kulturverfalls. Beiden suppt dabei der über Generationen gelernte Antiamerikanismus eines bräsigen Bildungsbürgertums aus allen Poren, das seine eigenen Privilegien übersieht und seine Ressentiments nicht mehr hinterfragt. Andere lieben Ketchup. Viele lieben Ketchup. Alle normalen Menschen, die keine dünkelhaften Snobs sind, lieben Ketchup. Sogar Andy Warhol liebte Ketchup. Auch von ihm und dem Zugriff der Kunst handelt dieses Buch.

Holm Friebe und Rainer Kirberg bekennen sich zum Banausentum und feiern den Ketchup nicht nur als Symbol einer demokratischen Populärkultur, sondern auch als gesunde und nahrhafte, vor allem leckere Kochzutat. In ihrem vorangestellten Essay ›The Church of Ketchup‹ liefern die Autoren eine kleine Kulturgeschichte des Ketchups, verrichten Arbeit am Mythos und brechen eine Lanze für den roten Lebenssaft.

Im Rezeptteil schließlich verraten 24 Autorinnen ihre liebsten Kochrezepte mit der magischen Zutat. Mit Beiträgen von Klaus Lederer, Elke Schmitter, Marc Ottiker, Carl Grouwet und Gustav Seibt, Anne Waak, Oliver K. Schweinoch, Karin Laudenbach, Hilka Dirks, Laura Helena Wurth, Michael Strautmann, Jenny Zylka und vielen anderen.

Autoren

Holm Friebe, geboren 1972, ist Volkswirt, Publizist, Kurator und Designtheoretiker. Er gründete die Zentrale Intelligenz Agentur und das Grimme-prämierte Weblog ›Riesenmaschine‹ mit und veröffentlichte mehrere Sachbücher, darunter ›Wir nennen es Arbeit‹ und ›Die Stein-Strategie‹. Seine Arbeit bewegt sich zwischen Popkultur, Ökonomie, Medien, Kunst und Alltagsbeobachtung.

Rainer Kirberg, geboren 1954, studierte Film, Malerei, Kunstgeschichte und Philosophie. Er arbeitet als Filmemacher, Künstler und Autor. In den 1980er-Jahren schrieb und inszenierte er Spielfilme für das ZDF, darunter den Kultfilm ›Die letzte Rache‹. Seine künstlerischen Arbeiten umfassen Film, Rauminstallation und Performance und wurden unter anderem in der Secession Wien und den Berliner Kunst-Werken gezeigt.

Produktsicherheit

Sicherheitshinweise

Gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) Art. 9 Absatz 7 Satz 2 ist für einfache Produkte – wie z.B. Bücher und Postkartenbücher –, die »auch ohne Anweisungen und Sicherheitsinformationen sicher und wie vom Hersteller vorgesehen verwendet werden« können, keine Sicherheitsinformation vorgeschrieben.

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