Magus
Roman
Aus dem Englischen von Michael Lehmann
837 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen
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lllusion, Macht, Geheimnis: ›Magus‹ lässt Realitäten verschwimmen, ein literarisches Vexierspiel aus Rätseln und philosophischen Fragen.
€29,99 – €38,00
inkl. MwSt.
Beschreibung
Endlich eine moderne Neuübersetzung des bahnbrechenden Romans!
Der junge Engländer, Nicholas Urfe, ist des Lebens überdrüssig und verlässt sein langweiliges Leben in England. In der Hoffnung, dass seine Dämonen sich in der Sonne besser unter Kontrolle halten lassen, nimmt er einen Lehrauftrag auf einer abgelegenen griechischen Insel an. Als die Dunkelheit ihn auch dorthin verfolgt, schließt er eine Freundschaft mit einem zurückgezogenen Millionär. Schon bald findet er sich als Schachfigur im tödlichen Spiel dieses Tricksers aus Gewalt, Verführung und Verrat wieder.
Je tiefer Nicholas in die psychologischen Fallen des Magus hineingezogen wird, desto schwerer fällt es, Vergangenheit von Gegenwart und Fantasie von Realität zu unterscheiden.
Ein Werk reich an Symbolen, Rätseln und labyrinthischen Wendungen, gilt ›Magus‹ als der magischste Roman im Fowles-Kanon.
Presse
»Wer die Neuauflage des Buches liest, gelangt aber auch ins finstere Herz unserer Gegenwart. Phraxos bietet einem Millionär die Gelegenheit, sein Gaslighting ins Extrem zu treiben. In Conchis’ Welt sei, stellt Nicholas fest, jede Wahrheit eine Art Lüge und jede Lüge eine Art Wahrheit. […] Dass ›Magus‹ zum Klassiker geworden ist, ist verständlich: Fowles’ Prosa bedient sich gekonnt Elementen von Konstruktivismus, magischem Realismus und früher Postmoderne. Allein deswegen lohnt sich die Lektüre, quasi als Ausflug in die jüngere Literaturgeschichte. […] Zu guter Letzt sind auch wir Leser verstrickt in das Netz aus Lüge, Gewalt und viel, viel Schein. Denn das Theater auf Phraxos soll bitte ja nicht enden, viel zu stark ist der manipulative Sog des Settings, zu genussvoll die Teilhabe an den Blendungen, mit denen sich Conchis die Menschen gefügig macht. Wenn Phraxos eine Allegorie auf die Fiktion als Raum ist, wenn Conchis deren Urheber und Nicholas wiederum dessen Figur ist, dann stecken wir Leser in einem ähnlich grausamen Abhängigkeitsverhältnis gegenüber John Fowles. Auch das leistet diese Metafiktion, ganz egal, wie alt sie ist: Sie konfrontiert ihre Leser mit deren Unzulänglichkeiten, mit deren Kniefall vor der Macht einer gut dargebotenen, aber unredlich legitimierten und ethisch unhaltbaren Erzählung.«
Samuel Hamen, Deutschlandfunk, Büchermarkt – Buch der Woche
»Mit John Fowles Debüt erscheint einer der wagemutigsten Romane der britischen Nachkriegsliteratur jetzt ungekürzt auf Deutsch. Eine Reflexion über Liebe und Begierde, die Schatten der Vergangenheit und den beschwerlichen Weg zu sich selbst. […] ›Magus‹ ist, obwohl offiziell als drittes Buch von John Fowles 1965 erstmals erschienen, das Erstlingswerk des 1926 geborenen Briten, der in den 1990ern mehrfach für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen wurde. Es ist ein Debüt, das es in sich hat: Fowles fiktionalisierte seine eigenen Erfahrungen als Internatslehrer auf der griechischen Insel Spetses. Ihm gelingen atmosphärisch starke Landschaftsbeschreibungen beispielsweise der schaurigen Pinienwälder, die den Kammerspielcharakter seines Settings gekonnt unterstreichen. […] ›Magus‹ ist ein Bildungsroman, der sich wie eine postmodern gebrochene Lovestory voller Binnenerzählungen und Plottwists liest. […] Die perfekte Lektüre für den Inselurlaub!«
Maximilian Mengeringhaus, Deutschlandfunk Kultur, Studio 9
»Es gibt kaum eine Übersicht der wichtigsten englischsprachigen Romane des 20. Jahrhunderts ohne den ›Magus‹. Nicholas Urfes Kampf gegen Autoritäten, Manipulation, seine schmerzhafte Katharsis und das offen gehaltene Ende der Geschichte haben das Buch über Jahre hinweg zum Bestseller gemacht. Unzählige Literaturwissenschaftler haben sich in Dissertationen an literarischen Verweisen dieses intertextuellen Feuerwerks von Shakespeare über C.G. Jung und Charles Dickens bis Alain Fournier abgearbeitet.«
Florian Schmidt, Freitag
»Ein bedeutendes Werk zunehmender Spannungen, in dem der menschliche Geist zum Versuchskaninchen wird … Fowles hat einen großen Wurf bei einem schwierigen Thema gewagt.«
Sunday Telegraph
»Eine köstlich verführerische Feier des ausschweifenden Geschichtenerzählens … Bevor man richtig merkt, was geschieht, ist man genauso begierig auf Bedeutungen und ebenso hungrig angesichts der Vielzahl von Hinweisen wie Nicholas selbst.«
Sunday Times
»Ein großartig durchgehaltenes Werk der Verwirrung … Wie es sonst nur von einem ganzen literarischen Team entwickelt werden könnte, das Marquis de Sade, Arthur Edward Waite, James George Frazer, Gurdjieff, Madame Blavatsky, C.G. Jung, Aleister Crowley und Franz Kafka zusammenführt.«
Financial Times
Urheber:innen
John Fowles (1926–2005) war ein englischer Schriftsteller, bekannt für Romane wie ›Die Sammlerin‹, ›Magus‹ und ›Die Geliebte des französischen Leutnants‹. Er studierte in Oxford, arbeitete als Lehrer, unter anderem in Griechenland – Erfahrungen, die er literarisch verarbeitete. Fowles’ Werke verbinden psychologische Tiefe, philosophische Fragen und Elemente von Illusion und Realität. Er lebte lange in Lyme Regis, Dorset, und gilt als einer der bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts.
Michael Lehmann war zunächst Architekt und Stadtplaner in Essen und Frankfurt am Main und ist seit 2002 Übersetzer englischsprachiger Literatur und Herausgeber. Er lebt mit seiner Frau in einem Dorf an der Nordsee zwischen Cuxhaven und Bremerhaven.
Zusätzliche Information
| Gewicht | 726 g |
|---|---|
| Maße | 22,0 × 14,7 × 3,8 cm |
| Marke | MÄRZ Verlag |
Produktsicherheit
Sicherheitshinweise
Gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) Art. 9 Absatz 7 Satz 2 ist für einfache Produkte – wie z.B. Bücher und Postkartenbücher –, die »auch ohne Anweisungen und Sicherheitsinformationen sicher und wie vom Hersteller vorgesehen verwendet werden« können, keine Sicherheitsinformation vorgeschrieben.




